Auf neuen Wegen wachsen
Wie Kinder bei Übergängen unterstützt werden können
Immer wieder starten Kinder einen neuen Lebensabschnitt. Sie wechseln von der Krippe in den Kindergarten, von dort aus in die Schule oder von Mamas Bett ins eigene Zimmer. Bei solchen Übergängen benötigen Kinder besonders viel Unterstützung, um sich im neuen Umfeld schnell zurechtzufinden und wohlzufühlen.
Warum sind Übergänge in der Kindheit besonders wichtig?
Übergänge ermöglichen es Kindern, neue Fähigkeiten zu erlernen und sich an neue Herausforderungen anzupassen. Sie bringen oft Veränderungen in sozialen Umgebungen mit sich, welche erfordern, dass Kinder sich an neue soziale Normen und Beziehungen anpassen. Übergänge können für Kinder emotionale Herausforderungen darstellen, da sie sich von vertrauten Umgebungen trennen oder sich neuen Situationen stellen müssen. Diese Erfahrungen helfen den Kindern, ihre Emotionsregulation zu entwickeln und mit Stress umzugehen. Mit jedem Übergang kommen neue kognitive Anforderungen auf Kinder zu. Sie müssen möglicherweise neue Informationen aufnehmen, neue Problemlösungsstrategien entwickeln oder sich an neue Lernmethoden anpassen. Die Art und Weise, wie Kinder Übergänge bewältigen, kann langfristige Auswirkungen auf ihre Entwicklung haben. Ein erfolgreicher Übergang kann das Selbstvertrauen stärken und die Grundlage für zukünftige Anpassungsfähigkeit legen, während ein schlecht bewältigter Übergang zu negativen Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden führen kann.
Herausforderungen, die bei Übergängen auftreten können:
- Angst und Unsicherheit: Kinder können Angst vor dem Unbekannten haben, insbesondere wenn sie sich in neue Umgebungen begeben oder sich von vertrauten Bezugspersonen trennen müssen.
- Trennungsangst: Insbesondere jüngere Kinder können Schwierigkeiten haben, sich von Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen zu trennen, wenn sie neue Betreuungseinrichtungen oder Schulen besuchen.
- Verlust von Vertrautheit: Kinder können den Verlust von vertrauten Umgebungen, Routinen oder Beziehungen als belastend empfinden, insbesondere wenn sie sich an neue Lebensphasen anpassen müssen.
- Identitätskonflikte: Kinder können während Übergängen Unsicherheit über ihre Identität und ihren Platz in der Welt erleben.
- Emotionale Achterbahn: Übergänge können starke emotionale Reaktionen auslösen, wie beispielsweise Traurigkeit, Wut oder Frustration.
Was sie zuhause tun können, um ihren Kindern Übergänge zu erleichtern:
- Vorbereitung: Es ist wichtig, den Kindern im Voraus Informationen über bevorstehende Übergänge zu geben und viel darüber zu sprechen. So haben Kinder die Möglichkeit Fragen zu stellen und ihre Ängste zu reduzieren.
- Routinen beibehalten: Wenn es Routinen gibt, ist es sinnvoll diese so weit wie möglich aufrecht zu halten, insbesondere während des Übergangs. Bekannte Abläufe und Rituale geben Kindern ein Gefühl von Sicherheit.
- Positive Erwartungen setzen: Vermeiden Sie es, Übergänge als etwas Negatives darzustellen. Betonen Sie stattdessen alles, was daran gut ist, wie zum Beispiel neue Freunde treffen, neue Erfahrungen machen oder neue Fähigkeiten erlernen.
- Emotionale Unterstützung bieten: Hören Sie Ihren Kindern zu und ermutigen Sie sie, über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen. Bieten Sie Trost und Unterstützung, wenn nötig.
- Ermöglichen Sie Eigenverantwortung: Kinder brauchen die Möglichkeit, an Entscheidungen teilzunehmen und Einfluss auf ihren Übergang zu nehmen. Sie können zum Beispiel die Schulsachen aussuchen, das neue Zimmer gestalten oder bei der Planung von Aktivitäten helfen.
- Kontinuierliche Unterstützung bieten: Auch nach dem Übergang ist es wichtig, den Kindern Unterstützung und Aufmerksamkeit zu bieten. Fragen Sie nach, wie es den Kindern geht und helfen Sie bei Herausforderungen.
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